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Meine Meinung zum Thema Brauch' ich nicht: Rapshonig mit Mandeln


Dinge die die Welt nicht braucht (3)

 
 

Sand im Getriebe...

Nachdem ich von der Firma bereits die Winterspezialität Akazienhonig mit echter Vanilleschote mit viel Erfolg, d. h. dieser Honig hat einen ausgezeichneten Geschmack, getestet hatte, folgte nun das nächste Glas Honig aus derselben Serie:

Rapshonig mit Mandeln

Im typischen sechseckigen Honig-Glas mit goldfarbenem Plastikdeckel befinden sich lt. Aufschrift 250 g Honig, die übrigen Zutaten, bzw. die übrige Zutat ist: 8 % geröstetes Mandelmark. Die überwiegende Herkunft des Honigs ist, wie auch beim Vanille-Honig, Ungarn. Auf dem Etikett ein Bild, das von unten nach oben angeschaut, Honigwaben und Mandeln –in winterlicher Nacht-Landschaft, mit weißen Sternen zeigt. Die Aufschrift wiederholt den Inhalt: In goldenen Buchstaben sehen wir den Hersteller-Schriftzug, darunter Winterspezialität, und dann in weiß: Raps Honig mit Mandeln, dieselbe Aufschrift ist noch einmal auf dem Deckel zu sehen. Somit ist die Gefahr, ein falsches Produkt zu kaufen weitgehend gebannt!

Die Farbe des Inhalts ist durch das klare Glas gut zu erkennen. Der Honig hat eine hellbraune Farbe und sieht ziemlich fest aus.
Der Geruch ist irgendwie undefinierbar. Aber eins steht fest: Nach Honig duftet dieser Honig nicht und auch nicht nach Mandeln. Jetzt habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung nach was Raps riecht, sonst könnte ich jetzt behaupten: „Das ist es, was uns da in die Nase kommt“. Aber wie gesagt, mangels Ahnung kann ich auch das nicht behaupten. Und um ganz ehrlich zu sein, ich empfinde Den Geruch als leicht ranzig (tut mir ehrlich leid Herr Honighersteller, aber so isses nu mal).

Die schon bei Ansicht des Glasinhaltes vermutetet Festigkeit bestätigt sich nach dem Öffnen. Dieser Honig ist so fest, dass er niemals freiwillig das heimatliche Glas verlassen würde. Nur mit nachdrücklicher Nachhilfe ist er überhaupt aufs Brot zu kriegen. Dementsprechend ist die Streichfähigkeit, ich würde es mal so ausdrücken: Die Streichfähigkeit ist überhaupt nicht vorhanden, wurde schlicht vergessen.....
Ich weiß zwar, fest gewordener Honig verflüssigt sich nach Erhitzen, aber wer will das schon, vor dem morgendlichen Genuss den Honig erhitzen?


Lassen wir uns also durch nicht vorhandene Streichfähigkeit beirren? NEVER!

Es folgt der Geschmackstest: Den Löffel in die Masse gerammt und los geht’s: Nee, das ist es nicht, schmeckt seltsam, nicht das, was ich von einem Honig erwarte. Die enthaltene Mandelmasse wirkt wie „Sand im Getriebe“, sprich: Man hat das Gefühl, irgendwas im Mund zu haben, was da nicht hingehört. Und ich kann auch nicht behaupten, das das Ganze nach Honig schmeckt. Es schmeckt, um es mal ganz einfach zu sagen: Nicht. Weder nach Honig, noch nach Mandeln, eventuell nach Raps, aber wie schon geschrieben, zwar weiß ich wie Raps aussieht, aber weder wie er riecht, und schon gar nicht wie er schmeckt.

Durch den Mandelzusatz ist dieser Honig auch nicht zum süßen von Tee oder Milch geeignet, es sei denn, es macht Euch nichts aus, das Gefühl von Sand im Mund zu haben, sagen wir mal so: Eingefleischte Camper mögen das vielleicht noch tolerieren, ich nicht.

Bleibt nur noch übrig, das Produkt zum backen zu verwenden, aber ich bin mir nicht ganz sicher, was wohl dabei rauskommt.

Fazit:

Aus den oben angeführten Gründen, ging dieser Honig bei mir den Weg alles Irdischen, allerdings nicht mit dem Umweg über den Magen, sondern auf direktem Weg in die Tonne.

Deshalb: Ein Produkt, welches ich ungern weiter empfehle. 250 g Honig, dessen Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig ist, mit einem Preis, der sich gewaschen hat: 2,99 Euro.


Ein schönes Frühstück wünscht Euch
Andrea

 

 
©andrea lutz 1999 - 2006