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Funkelndes: Mein Bericht zum Thema Aquamarin


Wasser des Meeres...

...so lautet im lateinischen der Name des Steines, über den ich  berichten möchte:

Der Aquamarin

ein Stein wie aus dem Schatzkästchen der Meerjungfrauen, eine wunderschöne Farbe, deren Palette von tiefem Blau bis zu seegrün reicht.

Der Aquamarin gehört zur Gruppe der Berylle, zu der auch der grüne Smaragd, der Goldberyll, der Morganit und der Heliodor zählen. Das Wort Beryll wird auf das lateinische beryllus zurückgeführt. Daraus entstand im mittehochdeutschen das Wort berille, barille und später dann Brille.

Schon die alten Römer verwendeten dieses Mineral um daraus Augengläser herzustellen. Natürlich keine himmelblauen, sondern sie schliffen die Gläser aus den farblosen Varianten des Berylls. Nero soll übrigens so ein Glas getragen haben.

So, nachdem wir nun den Ursprung der Brille kennen, setzen wir dieselbige auf und befassen uns näher mit dem Aquamarin.

Von alters her ist der Aquamarin ein Schmuckstein und Steine die eine kräftige Farbe aufweisen, können ganz schön teuer werden.
Der bisher größte Aquamarin von Edelsteinqualität hatte ein Gewicht von 110,5 Kilogramm und wurde 1910 in Brasilien gefunden. Nach seiner Zerteilung konnten daraus mehr als 100 000 Karat geschliffenen Steine gewonnen werden. (Quelle: Sigloch Edition).

Ein Gramm sind übrigens 5 Karat.

Große Aquamarine werden oft tropfenförmig oder als Emerald-Cut (Smaragdschliff) geschliffen.
Meiner Meinung nach sehen Aquamarine in Verbindung mit Perlen besonders schön aus. Aber wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung als Goldschmiedin.
 

 

 

 

Für die Verarbeitung in Silberschmuck werden oft synthetische Steine verwendet. Oft steht dann dabei: Synth. Aqua. Nicht beirren lassen, hierbei handelt es sich nicht um echte Steine!

Übrigens galt im Mittelalter der Beryll als Schutzstein der ehelichen Liebe. Ob damit ausgerechnet der blaue Aquamarin gemeint war entzieht sich leider meiner Kenntnis, aber es könnte schon so gewesen sein, weil es ja auch im Volksmund heißt die Treue sei blau.

     




 
©andrea lutz 1999 - 2006