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Landschaften: Mein Bericht zum Thema Nationalpark Gran Paradiso


Nationalpark Gran Paradiso

...und schonwieder ein Bericht aus der Serie:
Andrea's ITALIEN-PHASE oder Benvenuti in Italia


Wenn in der Ferienzeit wieder Tausende von Sommer-Touristen auf ihrem Weg nach Italien das Piemont auf Autobahnen durchqueren und höchstens mal an einer Raststätte oder zum Tanken anhalten, haben wohl wenige eine Ahnung, welch schöne Landschaft sie da einfach links liegen lassen.

Das Aostatal

so benannt nach dem Hauptort des Tales ist das Tal der Dora Baltea. Diese Ecke Italiens, zu Füßen von Montblanc, Matterhorn und Gran Paradiso, ist nicht nur als Landschaft von besonderem Reiz, sondern auch als Politikum interessant:
Italien gewährte der überwiegend französisch sprechenden Bevölkerung 1948 die regionale Autonomie und gab ihr damit Privilegien zurück, die sie bereits im Mittelalter hatte.

Das Haupttal, durch das man zu den kleineren, von Touristen bevorzugten Tälern gelangt, ist meiner Meinung nach das Schönste. Auf den Bergen überall Kastelle, die Hänge sind mit Weingärten bedeckt, dazwischen der dunkle Fels und immer wieder die einfachen Häuser aus grauem Stein.


Im Süden des Aostatals liegt das Naturschutzgebiet Gran Paradiso.

 

 

Gran Paradiso

Kann es einen schöneren Namen für ein Naturschutzgebiet geben?

Das Gran Paradiso umfasst eine Fläche von ca. 620 qkm. Hier werden Pflanzen und Tiere "bewahrt", die sonst vielleicht für immer verschwinden würden. Hier ist vor allem das Revier des Steinbocks.

Früher glaubten die Menschen , das Blut des Steinbocks besäße erregende Eigenschaften. In der Gegend um Brixen wurde der Steinbock ausgerottet, weil dieses Tier in seinem Herz einen kreuzförmigen Knochen hat, dem man Zauberkräfte zusprach. Nachdem es dem Fürstbischoff von Brixen nicht gelungen war, seine Gläubigen von dieser abergläubischen Jagd abzubringen, räumte er mit der Ursache des Ärgernisses auf, indem er die Jagd auf alle Steinböcke seines Reviers eröffnen ließ. Die Steinböcke, die dem Gemetzel entkommen waren, zogen sich auf die Höhen des Gran Paradiso und entgingen so ihrer Ausrottung (diese Geschichte spielte sich im 17. Jahrhundert ab).


Eine sehr schöne Ecke des Aostatals ist der Lago Bleu im Valtournanche, einem Seitental der Dora Baltea. Von dort hat man einen traumhaften Blick auf die Südwand des Matterhorns, das viele Bergsteiger für den schönsten Gipfel der Erde halten.


Im Hauptort des Tales, Aosta sollte man sich unbedingt die römischen Hinterlassenschaften ansehen. Der Ort wurde 25 vor Christus von den Römern gegründet. Dort war eine Garnison, deren Anlage noch heute zu erkennen ist und die teilweise auch noch erhalten ist. Unter anderem ein römisches Theater mit einer gut 20 Meter hohen Fassade, die sehr eindrucksvoll wirkt.


 

 
 
©andrea lutz 1999 - 2006