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Querbeet: Mein Bericht zum Thema Papaya


Ich hol' mir mal 'ne Melone vom Baum

...könnte ich täglich tun, wenn ich denn in den Tropen leben würde und außerdem auch noch Lust auf Frühsport hätte. Da aber beides nicht unbedingt mein Fall ist (weder Tropen, noch Frühsport), belasse ich es mal bei der Behauptung und hole mir meine Baummelone, denn nichts anderes ist die

Papaya,

lieber beim Obst- und Gemüsehändler.

In oben schon angesprochenen Tropen werden die Papayas wenn sie noch grün sind, als Gemüse verwendet. Wenn sie voll ausgereift sind, und erst dann, werden sie wie Melonen behandelt. Sie können bis zu 9 Kilogramm schwer werden. Mit dieser Größe und dem Gewicht kommen sie aber bei uns nicht in den Handel. Importiert werden nur bis zu 500 Gramm schwere (oder in diesem Fall besser: leichte) Papayas.

Papayas gehören zu den Feigengewächsen, auch wenn da die deutsche Bezeichnung "Baummelone" etwas irreführend ist.
Die Frucht ist oval und besitzt eine glatte, grüne Haut. Wenn das Grün an manchen Stellen etwas heller wird, ist die Papaya reif und kann gegessen werden. Bei uns kommen aber auch gelbe Früchte in den Handel. Die sind dann nicht etwa überreif, es ist nur eine andere Sorte.

 

Die Haut und die schwarzen Kerne im inneren Hohlraum bitte nicht mit verzehren. Das Fruchtfleisch ist sehr gesund. Es enthält viele Vitamine der A-Gruppe und sehr viel Vitamin C. Es schmeckt süß, ein Spritzer Zitronensaft hebt das Aroma und den Geschmack.

Interessantes habe ich bei Wikipedia gefunden. Zitat Anfang:
Die Kerne der Papaya enthalten große Mengen an Papain einem eiweißspaltenden Enzym. Sie wurden früher in der Volksmedizin als Entwurmungsmittel verwendet und heute in Pulverform als Zartmacher für Fleisch. Sofern sie in der Küche nicht zur Verfügung stehen, reicht es jedoch aus, rohes Fleisch in die Blätter des Papayabaums einzuwickeln oder in frischem Papayasaft um diesen Effekt zu erzielen, ein ähnlicher Effekt läßt sich ebenfalls mit frischem Ananassaft erreichen. Zitat Ende.
Aha, um also diesen Fleischzartmacher mit gleichzeitiger Verpackung auch anwenden zu können, brauchen wir Blätter des Papayabaumes. Das führt zum nächsten Thema:


Selber ziehen!

Eine Papaya selbst zu ziehen ist garnicht so schwierig. Um Samen zu gewinnen, werden die schwarzen Kerne erst mal vom Fruchtfleisch befreit und getrocknet. Dann die so vorbehandelten Samen am besten in spezieller Anzuchterde (gibts im Gartenfachhandel) in kleine Töpfchen setzen und dann ab in die Sonne. Papayas mögen es warm!

Der Boden darf nicht austrocknen, aber auch nicht zu nass sein. Hier ist Fingerspitzengefühl erforderlich. Die gekeimte Pflanze braucht viel, viel Sonne und bitte kein eiskaltes Gießwasser verwenden. Wenn die Papaya gut gewurzelt ist und den optimalen Standort hat, wächst sie sehr schnell. Bis zu 80 cm im Jahr sind da schon drin.

Ob sie allerdings in unseren Breiten auch Früchte trägt entzieht sich meiner Kenntnis. Meine Pflanze ist ca. zweieinhalb Jahre alt und bisher hat sie noch keine Anstalten diesbezüglicher Art gemacht.


Papayas in der Küche

Papayas werden meistens roh gegessen. Sie können wie Melonen verwendet werden. das heißt, sie schmecken sowohl im Obstsalat als auch pikant mit Schinken oder schwarzem. frisch gemahlenem Pfeffer angerichtet. Etwas Zitronensaft sollte in keinem Fall fehlen.


Marmelade aus Papayas

ist auch was Leckeres. Dazu braucht es nicht viel:
Aus 1000 g Papaya das Fruchtfleisch auslösen und in Würfel schneiden. Das so erhaltene Fruchtfleisch abwiegen und mit der halben Menge Gelierzucker vermischen (z. B. bei 700 g Fruchtfleisch 350 g Zucker). Etwas Zitronensaft dazu und alles unter rühren in einem Kochtopf 3 bis 4 Minuten einkochen lassen. Die heiße Fruchtmasse sofort in Twist-Off-Gläser füllen und verschließen.


So, nun hoffe Ich, Euch die Papaya etwas näher gebracht zu haben. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine
Bombenfrucht

(Fruta de Bomba, kubanische Bezeichnung der Papaya).
 

 
©andrea lutz 1999 - 2006