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Querbeet: Mein Bericht zum Thema Quitte


Frucht der Aphrodite

 
 

Die Quitte

führt ein eher unscheinbares Dasein. Irgendwie ist dieses Obst so ziemlich aus der Mode gekommen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sie roh, so direkt vom Baum, nicht verzehrbar ist. Das Fruchtfleisch enthält viele kleine Zellen mit Steinen (nicht so wie beim Apfel: Ordentlich in einem Kerngehäuse)! Die Frucht ist hart und trocken. Wer das nicht scheut: Klar kann man sie essen, schmeckt bloß nicht. Viel zu sauer! Wird sie jedoch weiterverarbeitet, ergeben sich feine Marmeladen und Gelees, die prima schmecken. Und auch andere Leckereien lassen sich aus Quitten herstellen.


Die Inhaltsstoffe der Quitte

sind nicht zu verachten: Sie enthält jede Menge an Vitaminen und Mineralstoffen, außerdem auch Kieselsäure. Die Quitte enthält Pektin. Dieser Stoff dient nicht nur zum binden von Flüssigkeit, sondern er kann auch Gifte, die mit der Nahrung aufgenommen wurden, im Darm absorbieren, dadurch werden sie quasi neutralisiert und auf natürlichem Wege ausgeschieden, ohne Schaden anzurichten.


Bei den alten Griechen

galt die Frucht Quitte (Cydonia oblonga) als heilig, sie war Aphrodite zugeordnet und galt las Symbol der Fruchtbarkeit (vielleicht wegen der vielen Kerne?), und als Glückssymbol. Man unterscheidet übrigens Birnen- und Apfelförmige Quitten.


Hildegard von Bingen

schreibt zu dieser Frucht: "Wenn die Quitte reif ist, schadet sie roh genossen weder dem kranken noch dem gesunden Menschen, aber gekocht oder gebraten ist sie dem Kranken und dem Gesunden sehr bekömmlich". (Quelle: Hildegard von Bingen Klosterküche)


Zwei leckere Rezepte mit Quitten habe ich Euch mal aufgeschrieben und hoffe, sie regen Euch zum nachahmen an.

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QUITTENMARMELADE
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die Menge der Zutaten ist ausreichend für 3 Gläser mit je 1/2 Liter Inhalt.

1,3 kg Quitten
1 kg Gelierzucker
Saft von 1 Zitrone

Mehr braucht man nicht. Zuerst werden die Quitten geschält, die Kerne entfernt und das Obst in Stücke geschnitten. Jetzt müsste das Gewicht der so vorbereiteten Quitten ca. 1 kg betragen. Quitten mit einem viertel Liter Wasser in einen Topf geben und eine dreiviertel Stunde sehr weich kochen. Dann abkühlen lassen und mit dem Gelierzucker mischen. Das Ganze unter rühren nochmal aufkochen und eine Minute richtig sprudelnd kochen lassen. Achtung, in Deckung gehen - es kann spritzen!
Den Zitronensaft kurz einrühren und die Marmelade sofort in Gläser füllen und verschließen.
Die Marmelade ist ca. ein halbes Jahr haltbar.

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QUITTENBROT
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Quittenbrot ist natürlich kein richtiges Brot und ich kann Euch auch nicht sagen, woher der Name kommt. Bei uns heißt es jedenfalls so.
Es schmeckt sehr lecker !

Die angegebene Menge Zutaten ist ausreichend für ein Backblech.

2 kg Quitten
1 Orangen- und eine Zitronenschale
12 bis 15 g Zimtpulver
reichlich Kirschwasser (2 Eßlöffel)
je 100 g Zitronat und Orangeat
Zucker (entsprechend der Menge an Quitten)

Die Quitten schälen, in Viertel schneiden und dabei das Kerngehäuse entfernen. Dann das Fruchtfleisch klein schneiden und in einen Topf geben. Knapp mit Wasser bedeckt 40 Minuten "vor sich hin köcheln" lassen.
Über einem Sieb abtropfen und in eine Schüssel geben. Dazu kommen die kleingehackte Orangen- und Zitronenschale, der Zimt und das Kirschwasser. Die Schüssel abdecken und die vorbereiteten Quitten am besten über Nacht stehen lassen.
Danach durch ein Sieb streichen, abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker mischen. Wieder in einen Topf geben und unter rühren so lange kochen, bis sich die Masse vom Topfboden löst. Das passiert spätestens, wenn sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Jetzt wird das zuvor kleingehackte Zitronat und Orangeat drunter gemischt.

Ein Backblech mit Alufolie auslegen und die Fruchtmasse ca. 1 cm hoch einfüllen.
Im auf 50 Grad vorgeheizten Backofen wird dann alles ein paar Stunden getrocknet.

Wenn die Masse fest ist, Backblech herausnehmen und die Fruchtmasse in Rauten oder erst in Streifen und dann in 3 cm lange Stücke schneiden. Die Stücke in Zucker wälzen und in einer gut schliessenden Dose aufbewahren.


Ich wünsche Euch leckeres Naschen!
 

 
©andrea lutz 1999 - 2006