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Querbeet: Mein Bericht zum Thema Gelbe Sojabohne


Die gelbe Proteinbombe

 
 
Vor fast 5000 Jahren beschrieb
Shen_Nung,
seines Zeichens chinesischer Kaiser, als erster die gelbe Sojabohne. Sou heißt auf mandarin soviel wie grosse Bohne“, wahrscheinlich leitet sich daher der Name ab. Die Heimat der gelben Sojabohne ist Südostasien.

Die gelbe Sojabohne

besitzt große Nährstoffmengen, allein 40 % der Inhaltstoffe macht das Protein (Eiweiß) aus, die anderen Bestandteile sind:

Fett 20 %,
Kohlenhydrate 20 %
und 14 % Ballaststoffe

Von der Wertigkeit her steht das Sojaprotein auf der gleichen Stufe wie Milch, das will schon was heißen! Sojaöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält Linolsäure, die zu den essentiellen Fettsäuren gehört, das heißt, sie muss dem Körper zugeführt werden, er kann sie nicht allein bilden. Außerdem ist Sojaöl, wie alle Pflanzenöle cholesterinfrei und geschmacksneutral.

Obwohl die gelbe Sojabohne aus Asien stammt, importieren wir Europäer unser Sojakontingent heute hauptsächlich aus den USA und Brasilien.
Die Sojabohne ist ein Staudengewächs das bis zu 80 cm hoch wird. Frische Sojabohnen sind erbsenähnlich, sie schmecken auch so. Nur grün, das sind sie nicht, die Urform ist gelblich (gibt es auch heute noch), außerdem gibt es rötliche und ganz dunkelbraune Sofabohnen.

In unseren Breiten kann man Sojabohnen nur getrocknet erwerben. Sie werden gekocht und wie Erbsen weiterverwendet.
Allerdings gibt es sehr viele Produkte die aus Soja hergestellt werden und sie werden auch immer mehr gegessen. Was früher nur im Reformhaus erhältlich war, gibt es heute in fast jedem Supermarkt: Sojamilch, Sojasahne, Sojapudding. Tofu in all seinen Variationen dürfte wohl das bekannteste Produkt sein.

Achtet darauf, keine genmanipulierten Sojabohnen zu kaufen!

Was bei uns in Dosen und Gläsern und als Sprossen zum keimen verkauft wird ist Soja grün oder die Mungobohne. Die Sprossen eignen sich gekocht als Zutat zu allerlei fernöstlichen Gerichten, passen aber auch gut zum Salat.
Sojakeime (ebenfalls aus der Mingobohne) werden hauptsächlich frisch über den Salat gestreut.
Die Mungobohne enthält bedeutend weniger Fett als ihre gelbe Schwester.

Gelben Soja weicht man ca. 10 Stunden in kaltem Wasser ein. Die anschließende Kochzeit liegt bei 1 ½ Stunden. Die kleinen grünen Mungobohnen brauchen nur etwa 1 ½ Stunden eingeweicht zu werden und sind meist in einer halben Stunde gar.

Falls ihr Sojabohnen (die Gelben) noch nicht probiert habt, versucht Euch mal mit folgendem

Rezept:

250 g zuvor eingeweichte Sojabohnen
2 ganz klein gehackte Knoblauchzehen (durch die Knoblauchpresse geht auch)
2 Zwiebeln, in schmale Ringe geschnitten
1 grüne Paprika, in Streifen
1Peperoni, rot, klein geschnitten
4 Fleischtomaten ohne Haut, in kleinen Stückchen
2 El Madras-Curry
1 Tl Rohzucker
1 El Rosinen
etwa 200 ml Gemüsebrühe
etwas Butter oder Öl zum anbraten
1 kleiner Bund Petersilie

Die eingeweichten Sojabohnen abgießen und in frischem Wasser etwa eine Stunde kochen.
In der Zwischenzeit Zwiebeln und Knoblauch in Fett glasig werden lassen.
Die Bohnen abgießen, gut abtropfen lassen und zu der Zwiebel-Knoblauch-Mischung geben. Curry drüberstreuen und gut durchmischen.

Dann den Zucker, die Rosinen, Tomaten, Paprika und Peperoni dazu geben. Mit der Brühe aufgießen, durchmischen und gut eine halbe Stunde durchkochen.

Die fertige Bohnenmischung evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken und die frische gehackte Petersilie darüber streuen.
Schmeckt übrigens auch gut, wenn Ihr noch Chinakohl drunter mischt.

Für Vegetarier und Veganer ist das, mit Brot als Beilage eine komplette Mahlzeit. Wer meint, auf Fleisch nicht verzichten zu können, kann in der Zwiebel-Knoblauch-Mischung auch klein geschnittenes Hühnerfilet oder Putenschnitzel mit anbraten. Die weitere Zubereitung funktioniert dann genau so wie der reine Gemüsetopf.


Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig auf die große gelbe Schwester der kleinen grünen Mungobohne neugierig machen und Euch zu einem Versuch anregen.
Mein Wissen habe ich durch jahrelange Beschäftigung mit Soja und Co. bezogen. Das bleibt nicht aus, wenn man wie ich von Vegetariern und Veganern umringt ist.

 

 
©andrea lutz 1999 - 2006