Lyrik
Geschichten
Artisten
My Design
Pforzheim
Rezepte
Lebensgefährten
Berichte
Entry
Impressum
Startseite
 

Die Hunde
Hundeschule
Die Katzen
Zwergkaninchen
Meerschweinchen
Tierische Lyrik
 

Haustiere - Hunde - Dzuna


Lebensgefährten  Hunde   Charlie   

Dzuna

  Hundeschule

Dzuna

Frühsommer 2001: Ich trug mich mit dem Gedanken, doch wieder einen Welpen anzuschaffen. Er sollte Charly ähnlich sein, aber „eine Nummer kleiner“. Was sieht aus wie ein kleiner Beardy? Der Tibetterrier.
Ein Züchter war schnell gefunden, aber die nächsten Welpen sind erst für Oktober 2001 in Aussicht. Also abwarten....

Da ich gerade Urlaub hatte, wollte ich mit meiner kleinen Tochter wieder mal zum Tierheim, Hunde ausführen. Ich unterhielt mich eine Weile mit der Leiterin, wir sprachen über alles Mögliche. Ich erzählte ihr, dass wir Ende des Jahres wieder vierbeinigen Zuwachs bekommen, erwähnte aber die Rasse nicht.

Sie erzählte mir, es bestünde grade eine Warteliste für Tiere, die abgegeben werden sollen, für die aber derzeit im Tierheim kein Platz sei und fragte mich, ob nicht auch so ein Hund in Frage käme. Da sei einer dabei, der aussähe wie ein kleiner Bearded-Collie.

Es handele sich um einen reinrassigen Tibet-Terrier und ob ich die Rasse kennen würde?

Und ob ich die Rasse kenne, nicht nur vom sehen und darüber lesen, nein, auch aus eigener Anschauung beim Züchter.
Es ist doch komisch, da war ich wochenlang nicht mehr im Tierheim und ausgerechnet an dem Tag soll mein Traumhund abgegeben werden, Zufall? Schicksal?
 
  
Dzuna 2002
Tja, dann habe ich angerufen und habe sie am selben Abend noch abgeholt. Die junge Dame wird im September 3 Jahre, ist nicht stubenrein und da sie anscheinend total verfilzt war wurde sie geschoren und erinnert deshalb grade eher an einen Schnauzer. Außerdem muss sie schon durch mehrere Hände gegangen sein.

Aber davon lass ich mich ja nicht schrecken. Das wäre der erste Hund, den ich nicht stubenrein bekomme und das Fell wächst ja wieder! Für was habe ich schließlich Urlaub. Ich kann mich jetzt intensiv mit unserer Dzuna beschäftigen und hoffe, sie vergisst die schlechten Tage, die sie vorher hatte, aber ich glaube, mit viel Liebe ist fast alles möglich, den passenden Namen haben wir ihr auch schon gegeben, denn Dzuna ist tibetisch und bedeutet übersetzt: Innigst Geliebte.


Tibetterrier

Schon der Name ist irreführend. Der Tibetterrier ist nämlich gar kein Terrier, sondern ein Hütehund. Die geografischen und klimatischen Gegebenheiten Tibets erforderten für die Hütearbeit mit Schafen und Ziegen einen wendigen Hund, nicht zu schwer um in den unwirtlichen Wintern nicht im Schnee einzusinken, und mit einem robusten Haarkleid das eben jenen harten Wintern widerstand.
Die Geschichte der Tibetterrier als anerkannte Rasse begann mit der Ärztin Dr. Agnes Greig in Indien. Sie erhielt von der Frau eines tibetischen Stammesfürsten einen weiblichen Tibetterrier geschenkt.

Dr. Greig fand Gefallen an ihrer Hündin, zumal sie nicht ganz hundeunerfahren war und begann eine Zucht. Die meisten Tibetterrier, die heute in Europa gezüchtet werden, lassen sich bis zur Zucht mit dem Zwingernamen Lameh von Dr. Greig zurückverfolgen.

Das zur Vorgeschichte.

Die Größe des Tibetterriers liegt zwischen 35,5 bis 40,5 cm Widerristhöhe, das Gewicht zwischen 7 und 14 kg.

Angenehm ist, das der Tibetterrier keinen Jagdtrieb hat. Er schnüffelt zwar alles ab (man muss schließlich informiert sein), aber das wars dann schon. Hinter einer Fährte herpreschen? Macht er nicht. Das hat Vorteile, wenn man mit dem Hund im Wald ohne Leine unterwegs ist.
Der Hütehund kommt durch. Das fällt mir besonders auf, wenn ich mit Hund und Kindern unterwegs bin. Sobald ein Kind hinterher trödelt, wird Dzuna unruhig und zieht ständig nach hinten. Laufen wir alle zusammen oder ein Kind läuft vorneweg, ist alles OK. Ich habe den Eindruck, mein Hund fühlt sich am wohlsten, wenn die ganze Familie um ihn versammelt ist (dann hat sie nämlich alles im Blick und das findet sie gut).

Die Fellpflege ist etwas aufwendig, aber wenn sie jeden Tag durchgeführt wird auch ist sie relativ schnell erledigt.
Der Tibetterrier ist äußerst bewegungsfreudig.
Futter: 300-400 g Futter am Tag sollten schon sein.

(c)andrea lutz 1999 - 2006